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Der Dokumentarfilm „The Cove- die Bucht“ handelt hauptsächlich von dem japanischen Küstenort Taiji vom dem aus jährlich in der Jagdsaison von September bis März tausende Delfine zum Verzehr getötet oder lebend an Delfinarien auf der ganzen Welt verkauft werden.
Die Webseite zum Film: www.diebucht-derfilm.de
Ric O´Barry, der Mann der in den 60er Jahren die Delfine für die
berühmte TV-Serie „Flipper“ trainierte, fühlt sich heute
verantwortlich für das damit ausgelöste Milliardengeschäft
mit Delfinshows und Delfinarien. O´Barry erkannte was für sensible
und hochintelligente Tiere die Delfine sind, als Kathy, der Delfin der am
häufigsten „Flipper“ spielte in seinem Armen starb, als sie
sich das Atemloch in ihrem Rücken schloss und somit Selbstmord beging.
Delfine halten den enormen Stress dem sie in Shows und Delfinarien permanent
ausgesetzt sind nicht aus. (Siehe Bericht vom 21.07.07: Teilnahme am
Infostand in Nürnberg gegen das Delfinarium)
Seit diesem einschneidenden Erlebnis setzt sich Ric O´Barry für
die Freiheit der Meeressäuger ein.
Mit dem Film „Die Bucht“ wollte O´Barry den Menschen auf
der ganzen Welt zeigen, was sich Jahr für Jahr in der Bucht von Taiji
abspielt. Zusammen mit einem achtköpfigen Team aus Tauchern und DNA-Wissenschaftlern
machte sich O´Barry auf nach Taiji. Nach langer Vorbereitung gelingt
es dem Team durch eine nächtliche Undercover-Mission versteckte Kameras
in Felsspalten der Bucht und unter Wasser anzubringen.
Dieses einzigartige Filmmaterial zeigt den Zuschauern nun die grausame Wahrheit.
Völlig verstörte und verängstigte Delfine werden durch verursachten
Lärm der Fischer in die Bucht getrieben, die mit Netzen abgesperrt ist
und versichert das es kein Delfin mehr aus dieser Todesbucht schaffen wird.
Die Delfine werden mit Harpunen getötet und auf die Boote gezogen –
bis sich das ganze Wasser in der Bucht blutrot verfärbt.
Delfinbabys werden ihren Müttern entrissen und an Manager von Delfinarien
oder Delfinshows aus der ganzen Welt für 150.000 Doller pro Delfin verkauft.
Dieses Schreckensszenario geht solange, bis das Wasser in der Bucht wieder
ganz still geworden ist und alle Delfine getötet oder verkauft wurden.
Dann haben die Fischer ihren Arbeitstag hinter sich. Einen Tag von sieben
Monaten an denen die Fischer von Taiji Delfine töten werden. Durchschnittlich
werden in Taiji während der Jagdsaison 23.000 Delfine getötet.
Wir von AnimalsUnited haben diesen Film
mit einer Protestkartenaktion unterstützt. Nach jeder Kinovorstellung
von „Die Bucht“ haben wir die Protestkarten an die Kinobesucher
verteilt. Die Protestkarten bestanden aus einem Slogan: „Japans Delfinmassaker
muss aufhören!“ und einem Text an den japanischen Botschafter in
Berlin, der damit aufgefordert wird diese Tierqual zu beenden.
Traurigerweise fehlte wie so oft, das Interesse der Menschen. Alle Kinos vor denen wir die Protestkarten verteilten waren schockierend leer. Das best gefüllteste Kino, war mit 25 Leuten besetzt. Da der Film auf so wenig Interesse bei den Menschen stieß wurde er nach nur zwei Woche Laufzeit schon wieder aus den Kinoprogrammen genommen.
Die neuste Pressemitteilung der Tierrechtsorganisation „ProWildlife“
aus November 2009 berichtete, dass trotzdem bereits 30.000 Protestkarten und
10.000 online Proteste bei dem japanischen Botschafter in Berlin ankamen.
Außerdem meldete „ProWildlife“, dass in Taiji seit Beginn
der Jagdsaison „erst“ 120 Delfine getötet wurden –
bedeutend weniger als die Jahre zuvor. „Die Bucht“ wird bald auch
in die japanischen Kinos kommen, dann kann man hoffen, dass die Menschen vor
Ort reagieren.
Text: Lydia Seigerschmid