
Über uns / Bisherige Aktivitäten / Vortrag von AnimalsAsia
In Asien gibt es noch ca. 25.000 Mondbären, eine besondere und wunderschöne
Art, die ihren Namen von dem sichelförmigen hellen Fellfleck auf der
Brust hat. Manchmal werden sie auch Mickeymausbären genannt, da ihre
großen, runden und hochstehenden Ohren an die Comicfigur erinnern!
Aber tausende dieser Bären müssen ein schreckliches Leben in Gefangenschaft
fristen. Sie werden auf grausame Weise aus der Wildnis gefangen, in kleinste
Käfige in Dunkle Räume gezwängt und erblicken nie mehr das
Tageslicht. Viele von ihnen werden sogar schon in einem solchen Käfig
geboren, denn die Menschen züchten die Bären weiter, um sie für
ihre Zwecke zu halten. Aber was geschieht mit den Tieren?
Ich wusste ein bisschen vom Schicksal der Mondbären und vom Verein AnimalsAsia,
schließlich haben wir ja selbst auch eine Patenschaft für einen
Bären in China. Aber dieser Vortrag der Engländerin Jill Robinson,
Gründerin von AnimalsAsia, hat mir einen viel tieferen Einblick gegeben
in die Situation der Mondbären und die Arbeit des Vereins. Es hat sich
wirklich gelohnt, ich bin froh mehr erfahren zu haben, auch wenn viele der
Bilder und Informationen einfach nur schrecklich waren!
Die Tiere werden dort in China und auch in andern Ländern wie Vietnam
auf Grund ihres Gallensafts gehalten. Dieser wird nämlich in der chinesischen
Medizin verwendet um z.B. Fieberkrankheiten zu heilen. Um den Gallensaft zu
bekommen wird den Bären einfach ein Loch in ihren Unterleib gebohrt und
ein Katheter wird in ihre Gallenblase implantiert. Der bleibt dann ihr ganzes
leben in ihrem bauch stecken und verursacht schlimmen Schmerzen und Schäden
im im Innern der Tiere. Aus dieser Metallröhre zapfen die Menschen den
„kostbaren“ Gallensaft ab und verdienen damit ihr Geld, ihn an
die Pharmazie zu verkaufen. Die stellt alle möglichen Tinkturen und Heilmittel
daraus her. Aber es gibt für dieses Mittel ca. 54 Kräuter und synthetisch
hergestellte Alternativen, die bereits tonnenweise in die ganze Welt verkauft
werden und die zudem noch spottbillig hergestellt werden können! Es ist
nicht so, dass der Mensch ohne diesen Gallensaft der Bären eine Verlust
in den Heilmöglichkeiten macht, abgesehen davon, dass kein Tier jemals
gequält werden sollte, nur weil es dem Menschen irgendeinen Nutzen gibt.
Ungefähr 7000 Bären, wahrscheinlich sogar mehr, vegetieren heute
noch so ein Leben in Gefangenschaft. Der Verein AnimalsAsia, der 1993 seinen
Anfang nahm, versucht gegen die Bärenfarmen vorzugehen und hat bisher
247 Tiere gerettet. Viele haben sie auch schon verloren – sie starben
an dem sehr häufig auftretenden Leberkrebs, an ihren Verletzungen, wie
äußeren Wunden durch das eingepfercht sein zwischen Gitterstäben
oder einfach an ihrer Schwäche. Den Bären werden ihre Zähne
abgeschliffen, damit sie die Farmer nicht beißen können, ihre Krallen
werden gestutzt, oft fehlen ihnen auch ganz Gliedmaßen, die sie in grausamen
Fallen verloren haben, als sie in der Wildnis gefangen wurden. Die Mondbären
tragen psychische Störungen mit sich und sie fügen sich auch selbst
Versetzungen zu, indem sie z.B. ihren Kopf immer wieder an die Gitterstäbe
des Käfigs schlagen oder sich selbst Zähne ausschlagen.
AnimalsAsia konnte den geretteten Bären durch medizinische Versorgung
– den Tieren muss natürlich ihr Metallkatheter operativ entfernt
werden und alle anderen Verletzungen müssen behandelt werden –
ein wirklich schönes Leben ermöglichen. Der Verein sorgt mit großen,
naturnahen Gehegen, in denen die Bären zusammen leben, herumtollen und
klettern können, endlich frische Luft, grünes Gras und Wasser zum
planschen erleben können und mit artgerechter Nahrung, dafür, dass
es ihnen wieder gut geht. In die Wildnis könne diese Tiere aber nicht
mehr entlassen werden. Die Fähigkeit dort zu überleben haben sie
nicht mehr, da sie die Wildnis nie kannten oder auch auf Grund ihrer körperlichen
Behinderungen es nicht schaffen würden.
Die Bärenfarmen sind noch immer legal in China und dagegen kämpft
der Verein. Er hat schon wirklich viel erreichen können, auch auf politischer
Ebene, wie z.B., dass das EU-Parlament eine Deklaration für die Beendigung
der Farmen in China verabschiedet hat. Das ist schon ein Schritt in die richtige
Richtung!
AnimalsAsia setzt sich ebenfalls schon in jahrelanger Arbeit für die Millionen Hunde und Katzen ein, die ja in China für ihr Fleisch und ihren pelz gequält und getötet werden.
Es gäbe noch viel zu berichten über die Zustände in Asien
und über die tolle Arbeit der Organisation, aber das wird zu lang…
Auf jeden Fall muss den Tierquälereien ein ende gesetzt werden und da
ist jede Unterstützung willkommen, seien es spenden oder auch dass man
sich und Freunde über die Situation in Asien weiter informiert!
Auf www.animalsasia.de mehr aktuelles!
Text: Lucy Brigzinsky