
Über uns / Bisherige Aktivitäten / Veganer Backnachmittag
Am 14.03. war es soweit – wir vier von den AnimalsUnited, das heißt Lucy, Lydia, Afra und Lena, fuhren zum Hort „Sonnenblume“ im Münchner Osten, um dort mit den Kindern unsere geplante Backaktion im Sinne des Tierschutzes zu starten. Nachdem ein erster Versuch leider fehlgeschlagen war, da uns kurzfristig vom Kindergarten abgesagt worden war, hatten wir nun glücklicherweise einen anderen Hort gefunden. Die Idee den Kindern den Tierschutz in Verbindung mit dem Backen veganer Muffins näher zu bringen, war dort gleich freudig unterstützt worden. Ein Termin wurde recht schnell gefunden und die Erzieherinnen informierten auch die Eltern der Kinder über diese Aktion unsere Tierschutzgruppe.

Voll bepackt mit den vorher eingekauften Zutaten wurden wir nachmittags um
3 Uhr also dort begrüßt. Zehn Kinder, alles Mädchen, versammelten
sich um uns, alle mit großer Vorfreude aufs Backen. Schürzen wurden
umgebunden und dann konnte es los gehen.
Uns wurde recht freie hand gelassen mit den Kindern, die im Alter von 6 bis
ca.10 Jahren waren. Wir setzten sie alle zusammen an einen Tisch und begannen
mit dem Äpfel schneiden. Jedes Mädchen bekam Brettchen und Messer
und mit unserer Hilfe hatten sie schließlich eine große Schüssel
kleingeschnittener Äpfel beisammen.
Nun ging es an das Messen und Mischen der restlichen Zutaten für unsere Apfel-Schoko-Muffins – natürlich ohne Zusatz jeglicher tierischer Produkte. Das erklärten wir nun auch den Kindern. Sie sollte selbst überlegen, was denn so normalerweise beim Backen verwendet wird und was davon denn vom Tier stammt. Allen war schnell klar: Eier und Milch, das ist meistens im Kuchen drin und das stammt von den Hühnern bzw. den Kühen. Wir sprachen mit ihnen über die Haltungsbedingungen dieser Tiere, ob sie denn wüssten was unsere Hühner so für ein Leben führten. Dabei erklärten wir natürlich was die aufgedruckten Zahlen auf den Eiern für eine Bedeutung haben. Die Zahl eins steht für die Freilandhaltung, die zwei für die Bodenhaltung und die drei für die Käfighaltung. Und dann erklärten wir, dass man auch ganz ohne Milch und Eier etwas backen kann, was genauso gut schmeckt und funktioniert. Eier müssen gar nicht immer überall rein und für die Kuhmilch gibt es den perfekten Ersatz, der im Geschmack sehr ähnlich ist – die pflanzliche Sojamilch.
Ziemlich chaotisch begannen wir dann mit dem Mischen der Zutaten. Schoko-Sojamilch, Öl, Mehl, Backpulver, Zimt, Schokostreusel (ohne Milchzusatz!) und die Äpfel wurden schließlich alle in einer riesen Schüssel verrührt. Alle halfen mit die große Teigmenge gut zu vermischen, die Mädchen drängten sich um die Schüssel, Schneebesen und Löffel kamen zum Einsatz.

Danach hieß es den Teig in die Papierförmchen zu verteilen. Da sich das etwas schwierig gestaltet hätte bei so vielen Mädchen gleichzeitig, übernahmen ein Teil von uns diese Arbeit während die Kinder nun eingeladen wurden, sich unseren Tierschutzfilm anzuschauen. Ein sehr schön gemachter, kindergerechter und doch informativer Film über die verschiedenen Tierhaltungen in der Landwirtschaft. Ein Zeichentrickrabe erzählt über das Leben der Schweine in der konventionellen Haltung und vergleicht es mit dem Leben in der Wildnis oder der artgerechten Haltung. Viele waren sehr aufmerksam und interessiert an dem Film, was uns natürlich freute.

Vier große Bleche voll Muffins waren in der Zwischenzeit im Ofen und
nach ca. 20 Minuten hieß es dann: Fertig – Guten Appetit!
Die Kinder wurden gerufen und wir servierten das vegane Backergebnis im Gemeinschaftsraum.
Nicht so sehr groß aufgegangen war der Teig, aber vom Geschmack doch
gut gelungen! Die noch warmen Küchlein wurden mit Freude verdrückt
und teilweise wurden für die Familie zu Hause oder die Eltern, die jetzt
zum Abholen der Kinder kamen, noch ein Vorrat miteingepackt.
Wir verteilten dann auch die vorher geschriebenen Rezepte, die mit Tierbildern
und einem Text über die Bedeutung veganer / vegetarischer Lebensweise
und dem Tierschutzaspekt allgemein beim Lebensmittelkonsum versehen waren.
Wir alle fanden – das war ein gelungener Nachmittag gewesen und ein
kleiner weiterer Schritt, den Tierschutz an andere zu vermitteln!
Denn das nächste Mal beim Einkaufen mit Mama,
wird eines der Mädchen vielleicht doch mal fragen:
“Mama, weißt du eigentlich wie das mit den Eiern ist? Wollen wir
nicht mal Sojamilch kaufen?“
Text und Bilder: Lucy Brigzinsky