
Tiere / Tierhaltung / Winterfütterung
Buchempfehlung:
Peter Berthold / Gabriele Mohr
"Vögel füttern - aber richtig!"
80 Seiten, 100 Farbfotos
ISBN 3-440-10800-7
Kosmos Verlag
Die Fütterung der heimischen Vögel ist unter Tierschutzaspekten nur
im Winter erlaubt!
Wenn man einige wichtige Regeln beachtet, ist die Winterfütterung sehr
sinnvoll und trägt sehr zur Arterhaltung bei.
Wichtige Regeln für eine sinnvolle Fütterung von Singvögeln:
· Gefüttert werden sollte nur bei Dauerfrost unter fünf Grad
im Minusbereich und einer geschlossenen Schneedecke. Bei diesen Witterungsbedingungen
finden die Vögel nur schwer Nahrung.
· Vögel, die jetzt eine "künstliche" Futterquelle
aufsuchen, sollten sich auch auf dieses Angebot verlassen können. Die Futterstelle
muss deshalb von nun an regelmäßig aufgefüllt werden. Wenn Vögel
aber zu viel gefüttert werden, ändern sie ihr natürliches Verhalten
und sind dann auf "künstliche" Futterquellen angewiesen.
· Futterstellen müssen so gebaut und angebracht werden, dass Schnee
und Regen auch bei starkem Wind das Futter nicht durchnässen. Feuchtes
Futter verdirbt leicht und kann Krankheiten auslösen.
· Vorbeugend sollten die Futterhäuschen regelmäßig gesäubert
und angesammelte Futterreste entfernt werden. Denn die große Zahl der
Vögel und das Aufeinandertreffen verschiedener Arten an der Futterstelle
kann bei unsachgemäßer Fütterung besonders in feuchtmilden Wintern
dazu führen, dass tödliche Krankheiten wie Salmonellosen ausbrechen.
· Für Körner- und Allesfresser eignen sich neben Futterhäuschen
auch Futterglocken und Meisenringe. Zu den Körnerfresser zählen vor
allem Finken, die sich auch im Sommer hauptsächlich von Körnern und
Sämereien ernähren. Mit ihren dicken, robusten Schnäbeln sind
sie auf diese Art der Ernährung spezialisiert.
· Nicht alle Vögel fressen Körner! Weichfutterfresser, wie
Rotkehlchen, Amsel, Star, Zaunkönig oder Heckenbraunelle, suchen sich ihre
Nahrung gerne am Boden. Ihnen kann man sehr gut sowohl frische als auch angefaulte
Äpfel und Birnen oder Rosinen und getrocknete Wildbeeren anbieten. In heißem
Öl getränkte Haferflocken sind für viele Weichfutterfresser ein
besonderer Leckerbissen. Gewürzte und gesalzene Speisen oder Brotreste
sind als Vogelfutter nicht geeignet.
Bei Wasservögeln gilt:
Füttern verboten, da an Futterplätzen dann viele Enten, Gänse,
Schwäne u.s.w. zusammenkommen und dadurch ein hohes Infektionsrisiko für
Krankheiten besteht. Außerdem wird die Stelle an der die Vögel zusammen
kommen sehr durch Kot verschmutzt und es besteht dadurch eine hohe Ansteckungsgefahr
für Krankheiten.
Die Gewässer, an denen die Vögel gefüttert werden, werden ebenfalls
sehr stark durch den vielen Kot belastet und stellen auch eine tödliche
Gefahr für die Fische und andere Wasserbewohner dar!