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Tiere / Tierhaltung / Der Verbraucher hat die Macht

Der Verbraucher hat die Macht:

HamsterIhr Kaufverhalten ist eine Entscheidung für den Tierschutz!

Mit vielen Kaufentscheidungen können Verbraucher maßgeblich auf die Lebensbedingungen von Tieren Einfluss nehmen.
Hierzu einige wichtige Tipps:

- Kaufen Sie nur Eier aus artgerechter Freiland- oder Bodenhaltung. Achten Sie dabei auf die neue Kennzeichnung auf dem Ei.
Die erste Ziffer kennzeichnet das Haltungssystem:
0= Ökologische Erzeugung, 1= Freilandhaltung, 2= Bodenhaltung, 3= Käfighaltung

- Lassen Sie sich nicht von bunten Bildern mit Hühnern auf grünen Wiesen in die Irre führen. Ist auf der Packung keine Haltungsform angegeben, handelt es sich um Käfigeier.

- Für eine gesunde Ernährungshaltung ist Fleisch kein notwendiger Bestandteil. Deswegen: Reduzieren Sie den Fleischanteil in Ihrem Speiseplan, steigen Sie öfter auf leckere vegetarische Gerichte um. Ansonsten gilt:

- Kaufen Sie Ökofleisch. Sie erkennen dies an dem neuen Biosiegel oder den Siegeln der Öko-Verbände. Die Vorteile: tiergerechte Haltung, natürliches Futter ohne Leistungsförderer und Gentechnik, möglichst kurze Transporte, mehr Tierschutz.

- Kaufen Sie keine tierquälerischen "Delikatessen" wie weißes Kalbfleisch, Gänse- und Entenleberpastete, Wachtel und Perlhühner oder Hummer.

- Auch bei Fischen nimmt die intensive Massentierhaltung in engen Becken zu. Fragen Sie daher beim Kauf nach der Herkunft. Kaufen Sie nur Fisch aus extensiver Fischhaltung.

- Verzichten Sie auf Thunfisch. Beim Thunfischfang verenden jährlich unzählige Delfine in Netzen. Bitte denken Sie daran, dass auch Thunfisch auf der Pizza oder im Salat aus solchen Fängen stammt.

- Kaufen Sie Gemüse und Obst aus ökologischen Anbau, denn hier werden keine chemischen Dünge- und Pflanzenschutzmittel verwandt. So verhindern Sie, dass unzählige Kleinstlebewesen vernichtet und auch Vögel, Hasen, Igel und Rehe geschädigt werden.

- Kaufen Sie Kosmetikprodukte, für die keine Tiersversuche durchgeführt wurden. Viele Reformhäuser führen diese Produkte, die auch entsprechend ausgezeichnet sind.

- Vermeiden Sie chemisch hergestellte Medikamente, wenn Ihr Arzt Ihnen stattdessen Hausmittel, Naturheilverfahren, homöopathische oder altbewährte Medikamente empfehlen bzw. verschreiben kann. Denn für ein neu hergestelltes, im Tierversuch geprüftes Medikament werden bis zu 10.000 Tiere "verbraucht".

- Vermeiden Sie scharfe Chemikalien im Haushalt. Zur Testung von Chemikalien werden unzählige Tiersversuche unternommen. Bevorzugen Sie daher natürliche Reinigungsstoffe und "sanfte Chemie" aus dem Bioladen.

- Alle Kunststoffprodukte werden im Tierversuch getestet. Versuchen Sie daher, den Kauf von Kunststoffen einzuschränken und auf natürliche Produkte auszuweichen.

- Kleidung: Künstliche Fasern werden im Tierversuch getestet. Kaufen Sie daher natürliche Fasern.

- Vorsicht bei Seide: Zur Herstellung von Seide werden die Seidenraupen in kochenden Wasser getötet.

- Kaufen und tragen Sie keine Pelze. Für Pelze werden weltweit Millionen Nerze, Robben und Füchse gejagt. Auch die Zucht und Haltung von Pelztieren wiederspricht dem Tierschutz, weil diese Wildtiere in engen Käfigen entsetzliche Qualen leiden.

- Erkundigen Sie sich beim Kauf von Federbetten, woher die Daunen kommen und wie sie erzeugt wurden.