Logo Animalsunited
... Jugend aktiv für Tiere!
kleine TatzeStartseite
kleine TatzeÜber uns
kleine TatzeTiere
zu vermitteln
Tierhaltung
Tier Themen
kleine TatzeForum
kleine TatzeGästebuch
kleine TatzeExterne Links
kleine TatzeImpressum-Kontakt

Tiere / Tierhaltung / Delfine in Gefangenschaft

Delfine in Gefangenschaft
- Leben für die Unterhaltungsindustrie

Besucher von Wal- und Delfinshows erliegen schnell dem Bann der Tiere während einer Vorführung. Es scheint eine besondere Leichtigkeit und prickelnde Atmosphäre vorzuherrschen. Wenn man sich jedoch mehrere Shows unmittelbar hintereinander anschaut und genauer auf das Verhalten der Tiere und Betreuer achtet, wird schnell klar, dass sich strikt erlernte Verhaltensweisen hinter dieser Leichtigkeit verbergen. Im sich ständig wiederholenden Pfiff-Sprung- Belohnung- Schema wird der trübe Alltag immer offensichtlicher.

Delfine sind lebensfrohe Tiere. Sie führen in Freiheit ein Leben ohne Angst, da sie kaum natürliche Feinde besitzen. In Gefangenschaft führen sie ein Leben in einer künstlichen, gechlorten, winzigen Welt - meistens ohne direktes Sonnenlicht. Den Tieren fehlt es an Reizen und Abwechslung, wie es ihnen im Meer geboten wird. Durch die viel zu kleinen Betonbecken schwimmen die Tiere meist nur im Kreis und zeigen mit der Zeit schwere Verhaltensstörungen auf. Es gibt keine Rückzugsmöglichkeiten, statt dessen nur der ewige Lärm von Filterpumpen und Vorstellungsmusik.

Damit bei der Belustigung der Besucher auch nichts schief geht, müssen die Tiere eine leidvolle Dressur durchleben. Methoden der Dressur sind vielfältig. Häufig werden Delfine hungrig gehalten, um sind dadurch gezwungen die gewünschten Kunststücke vorzuführen - als Belohnung gibt es Futterhäppchen. Die Verweigerung von Kunststücken wird mit Futterentzug bestraft. Aber auch Isolierung von anderen Tieren und das Ignorieren wird als Bestrafung eingesetzt. Dies ist eine psychische Folter.

Das alles hat nur den Sinn, dass Delfine dem Publikum ein Liedchen trällern, Brillen und Hüte tragen und Küsschen verteilen. Dabei wird den Tieren jede Würde genommen.

Die am meisten in Delfinarien gehaltenen Tiere sind Große Tümmler (Tursiops truncatus), vielen Menschen als "Flipper" aus der gleichnamigen Fernsehserie bekannt. Diese Delfinart gilt als großer Sympathieträger. Zudem scheint die Gesichtsmimik der Tiere ein ständiges Lächeln zu vermitteln. Fakt ist jedoch, dass der Große Tümmler anatomisch nicht in der Lage ist, seine Mimik zu ändern (selbst ein totes Tier scheint optisch noch immer zu lächeln).

Die Unterhaltungsshows vermitteln nicht annähernd das Verhalten der Tiere in natürlichen Lebensräumen.

Als stark gewinn bringende Attraktion haben sich seit vielen Jahrzehnten die bis zu 9 Meter groß werdenden Schwertwale (Orcinus orca) in Vergnügungs- und Meeresparks etabliert. Überlebensquoten bei neugeborenen Tieren sowie die Lebenserwartung wurden generell in den vergangenen Jahren etwas erhöht. Dennoch gibt es eine hohe Rate an Totgeburten und Säuglingssterblichkeit.

Darbietungen von Wildtieren in Gefangenschaft sind zu verurteilen.

Lassen Sie sich nicht von modern errichteten Parks in schön bepflanzten Anlagen blenden! Die Tiere ertragen in Gefangenschaft täglich große Qualen!

Das Vergnügen für den Zuschauer wird auf dem Rücken der Tiere ausgetragen. Es wäre wünschenswert, wenn Gelder nicht für solche Shows, sondern stattdessen für wichtige langfristige Schutzprojekte in freier Wildbahn ausgegeben werden würden.

 

Text: www.projectbluesea.de